Naturkunstwerke aus Eis- und Neuzeit
Wie von einem Maler in die Landschaft getupft erscheint der Kurort Rathen am Elberadweg. Spätestens hier sollte man eine Rast einlegen. Die kleine Gemeinde ist nicht ohne Grund einer der meistbesuchten Orte des Elbsandsteingebirges, denn von hier aus lassen sich die schönsten Ausflüge planen. Eine historische Gierseilfähre verbindet die Ortsteile links und rechts der Elbe. Mit ihr gelangt man – dank Seil und Strömung ganz ohne Motor – nach Niederrathen, dem Ausgangspunkt für zahlreiche Klettertouren im Nationalpark Sächsische Schweiz. 1.100 Klettergipfel zählt der Park. „Lokomotive“, „Talwächter“ und „Wehlnadel“ – allein die Namen der hiesigen Felsen lassen kuriose Naturkunstwerke erahnen. Man braucht jedoch nicht immer Klettergurt und Seil, um die Prachtstücke der vergangenen Eiszeit zu erklimmen. Auf den insgesamt 1.200 Kilometer langen markierten Wanderwegen läßt sich‘s auch gemächlich zu manch schöner Aussicht schreiten. Steil bergauf dagegen führt ein Wanderweg auf ein gewaltiges Felsmassiv – die Bastei. 190 Meter ragt sie über der Elbe empor und verspricht einen faszinierenden Panoramablick über emporragende Felsnadeln, tiefeinschneidende Schluchten, umliegende Tafelberge und das herrliche Elbtal.
Auf dem Rückweg liegt die Felsenbühne Rathen. Sie ist nicht nur eine Attraktion aus Fels und Stein, sondern auch Schauplatz von Opern, klassischen Konzerten und bunten Märchen. Kein Wunder also, daß man in dieser beschaulichen Kulisse auf Winnetou, Ronja Räubertochter oder den Zauberer von Oss trifft.

